Alaskan Malamute index

Welpenkauf, mein erster Hund (allgemein)

- Kosten, Züchter, Futter, Erziehung -

Vorwort:
Diese Zusammenfassung sind unsere persönlichen Erfahrungen. Hier geht es um den Kauf eines Welpen, einer reinrassigen Hunderasse. Wir möchten darauf hinweisen, dass auch viele Welpen und ausgewachsene Hunde im Tierheim sitzen und diese auch ein schöneres Leben verdient haben.

Welche Hunderasse passt zu mir ?
Zuerst sollte man darüber nachdenken, welcher Typ (Rasse) passt am besten zu mir. Bin ich eher der ruhige Typ, gehe aber gerne mal ab und zu eine Runde spazieren ? Möchte ich Sport treiben oder soll er mir bei der Arbeit helfen ? Was kann ich mit meinem Körper stämmen, wie ist mein Charakter ? Informationen über Hunderassen findet man zu Hauf in Büchern, im Internet, aber auch persönliche Erfahrungen von anderen Hundehaltern können viel Wert sein.

Was kostet mich ein Hund ?
Auch der Kostenfaktor ist in betracht zu ziehen.
Hier eine kleine Aufrechnung wieviel Prozent die Kosten ausmachen könnten, bei einem mittelgroßen Hund der 12 Jahre alt wird und gesund lebt:

Alaskan Malamute Welpen

- 8% Kauf (bei einem Kaufpreis von
  ca. 2000€)
- 75% Futter (ca. 600€ im Jahr für
  ein gutes Futter)
- 5% Tierarzt (regelmäßiges Impfen,
  Chippen, Krankheiten)
- 2% Hundezubehör (z.B. Leinen,
  Geschirre, Halsbänder)
- 5% Hundessteuer (im Beispiel
  100€ im Jahr)
- 4% Versicherung (sollte/muss jeder
  Hundehalter abschließen)
- 1% Sonstiges
- Hundefrisör & Hundeschule kann
  auch noch dazu kommen

Hier stellen wir fest, dass der Kaufpreis des Hundes maximal 8% aus macht, im Vergleich zu den Kosten die in einem Hundeleben zusammen kommen.
Deswegen sollte niemals der Preis über den Kauf entscheiden.
Ein Hund der nur 300€ kostet, deckt gerade mal die Kosten der ersten 10 Wochen beim Züchter, für Entwurmung, Futter, Chippen ect. Hunde die zu genannten Preisen verkauft werden, haben am Ende unter Umständen 3x so hohe Tierarztkosten und glücklich werden diese Hunde auch eher nicht.
Das Gleiche gilt für minderwertiges Futter. Zusammengefasst wer billig kauft zahlt doppelt oder dreifach. Es muss nicht das Teuerste sein, aber jenes was der Natur des Hundes am ehesten entspricht, kostet nun mal etwas mehr als ein Paar Peanuts.

Nach welchen Kriterien suche ich einen Züchter aus ?
Hat man sich nun seine Hunderasse ausgesucht, beginnt die Züchtersuche. Dabei ist sicherlich Erfahrung sehr gefragt, aber auch das Bauchgefühl kann bei der Züchtersuche eine entscheidende Rolle spielen. Züchter die ihre Welpen im Internet auf Kleinanzeigenseiten anbieten, sind nicht zu empfehlen. Außerdem sollte man die Finger von Hunden lassen die z.B. aus dem Ausland kommen bzw. man die Zuchtstätte nicht selbst besichtigen kann.
Ein Züchter sollte auch bei der Besichtigung erlauben die Welpen anfassen zu dürfen, ansonsten könnte er etwas verbergen wollen.
Züchter sollten auch Tipps geben können und eine Hilfestellung für jeden Hundehalter sein.
Auch das Rudel sollte seriös auftreten, wenn mehrere Hunde löcher in den Ohren haben und der Züchter sein Rudel aufgrund von raufereien in mehere teile teilt (ausgenommen bei der Läufigkeit einer Hündin) sollte einen das bedenken geben.
Vorangig erwähnen wir hier reinrassige Hunderassen. Möchte man gerne einen Mischling, ist es für Laien nocht schwieriger zu erkennen ob "Züchter" ihre Welpen gut auf ziehen. Auch weis man bei Mischlingen nicht welches Erbmaterial weitergegeben wird. Wir stehen daher Mischlingen kritisch gegenüber. Auch wenn es heißt, dass durch die Verpaarung zweier Rassen oft robustere Hunde entstehen, das können wir Erfahrungsgemäß nicht erläutern.
Unsere reinrassigen Hunde sind alle samt robust und nicht anfällig auf Krankheiten.

Grundsätzlich:
- Zuchtstätte vor Ort begutachten
- Hunde sollten gepflegt und Menschenbezogen sein
- Internetauftritte des Züchters vorher überprüfen und
- unklarheiten hinterfragen
- Züchter sollten immer eine Hilfestellung für Hundehalter sein
- Welpen/Hunde nicht von Kleinanzeigen kaufen
- bei Mischlingen ist vorsicht geboten


Alaskan Malamute Welpe

Wann hole ich denn meinen Hund ab?
Viele Züchter geben Ihre Hunde viel zu früh ab, um Geld zu sparen, doch das ist nicht gut für den Welpen. Denn die Kleinen sollten bis zur 11. Woche bei den Eltern bleiben, damit sie u.a. Beißhemmung bekommen. Denn bis in dieses Alter lernen die jungen Welpen noch sehr viel von der Mutter und ihren Brüdern und Geschwistern. Auch der Züchter sollte die Kleinen ein wenig auf die Außenwelt vorbereiten. Folgen des zu frühen abgeben, können sein: Verhaltensstörungen, wie z.B. Angstverhalten oder kein Sozialverhalten auch anderen Hunden gegenüber, in bestimmten Situationen.
Nun stellt sich die Frage, wie bereite ich mich auf die Ankunft des Welpen vor?

Aufenthalt
Wie richte ich meinen Garten und/oder die Wohnung ein?
Das Grundstück sollte möglichst umzäunt und so (tief und hoch) gesichert sein, dass ein Ausdringen für den Welpen nicht möglich ist. Auch Bete und Kräutergärten sollten so gesichert sein, dass der Hund sich nicht daran auslassen kann, denn alles zu unterbinden ist fast unmöglich. Sonst ähnelt der Kräutergarten danach einer Wüstenlandschaft. Ebenso sollte man von nun an auch mit Kratern in der Wiese rechnen. Auch wenn der Hund in die Wohnung darf, könnte es durchaus passieren, dass Gegenstände zu bruch gehen können oder das gute Erbstück angepinkelt wird ect.
Man sollte für den Welpen ein ruhiges Plätzchen suchen, wo er nicht unbedingt alles im Blick hat. Dort stellt man am besten ein Körbchen hin, mit dem er auch gleich bei der Ankunft als erstes konfrontiert wird. Es kann natürlich auch passieren, dass er das Plätzchen nicht annimmt. Das Körbchen sollte als Rückzugsort für den Hund dienen, d.h. im Körbchen sollte er seine Ruhe bekommen, vor jeglicher, Aktivität, egal ob Kinder oder anderes. Der Hund hat dort seine absolute Ruhe, ohne Ausnahme.
Alleine lassen im Welpenalter ist es nahe zu unmöglich, denn gerade wenn Welpen viel alleine sind, können sie durchaus Verhaltensstörungen aufweisen, wenn man davon absieht das er alleine die ganze Wohnung, bzw. den Garten durchforstet. Aber auch das alleine bleiben, sollten man üben, z.B. mit Intervalltraining.

Futter
Man sollte sich schon im voraus überlegen was ich dem kleinen füttere. Es gibt eigentlich, im Großen und Ganzen, drei verschiedene Möglichkeiten: Nassfutter, Trockenfutter oder BARF(-EN) (biologisch-, artgerechte-, Rohfütterung).
Bei Trockenfutter gibt es viele Möglichkeiten. Es empfiehlt sich natürlich im Welpenalter, Welpenfutter zu füttern. Dieses enthält in der Regel mehr Calcium, was die Welpen für den Zahnwechsel und für das Wachstum brauchen.
Außerdem gibt es noch das BARFEN. Was heißt das eigentlich? Beim BARFEN füttert man nur rohe und biologische Nahrungsmittel, wie z.B. rohes Fleisch, Gemüse, Obst ect. Dies ist unseres Erachtens, eigentlich die optimale Art einen Hund sein fressen zu geben. Dieses verdaut der Körper des Hundes am besten. Außerdem erleichtert diese Art von Fütterung, das der Hund immer die richtige Figur hat und ein gesundes Fell. Noch dazu kommt, dass es dem Hund meist am besten schmeckt. Der Nachteil ist allerdings, die richtig Dosierung des Futters, welche und wie viele Nährstoffe braucht der Hund ect. Dosiert man falsch oder vergisst man bestimmte Nährstoffe kann es für den Hund bis zum vorzeitigen Tod führen. Deswegen bevor man BARFT, dem entsprechend mit Büchern und im Netz informieren.
Es gibt natürlich noch verschiedene Mixvarianten. Im endeffekt muss jeder selbst wissen was für sein Hund das beste ist.
Beim Füttern ist auch wichtig, dass der Hund/Welpe immer ungefähr zur selben Zeit und die richtigen Mengen zu Futtern bekommt. Welpen sollten i.d.R. mehr Portionen am Tag bekommen, die aber dafür etwas kleiner sind, 5-6 Portionen über den Tag verteilt. Diese Portionen sollte man dann bis zum Junghundealter langsam auf 2-3 Portionen am Tag verringern.
Ein ganz wichtiges Thema dazu ist das Risiko einer Magendrehung. Dies gilt nicht nur für Junghunde oder Welpen, sondern auch für ausgewachsene Hunde, aber besonders bei Junghunden sollte man nach der Fütterung möglichst Ruhe einkehren lassen, sodass der Magen nach dem Fressen in aller Ruhe verdauen kann. Auch wenn ,,Zwergnase" mal dazu gebracht werden muss sein nickerchen zu halten. Wendet man das BARFEN richtig an, kann sich dadruch das Magendrehrisiko um mehr als die Hälfte absenken.

Alaskan Malamute Welpen

Erziehung
Man sollte auch schon im Welpenalter konsequent mit seinem Hund umgehen, auch wenn sie noch so süß sind und viele tolle Dinge anstellen. Denn was sie im Welpenalter nicht lernen, ist im ausgewachsenen Alter schwieriger wieder los zu werden. Welpen sind von Haus aus ziemlich lernwillig, tollen viel herum, sind neugierig und erforschen die Welt. Dieses Vergnügen sollte man ihnen (mit angemessenen Grenzen) auch lassen. Sie brauchen diese Erfahrungen um für spätere Zeiten gewappnet zu sein. Diese Verhaltensmerkmale lernen sie auch viel in der Hundeschule (Welpenspielstunde). Auch beim erlernen von Befehlen und Tricks sollte man aufpassen das man den Welpen nicht überlastet, lieber ab und zu Mal eine kleine Pause einlegen. Welpen brauchen viel Schlaf und sollten beim schlafen auch nicht gestört werden. Junge Welpen verschlafen ca. 2/3 ihres Lebens, dass brauchen sie aber auch um groß und kräftig zu werden.
Welpen haben die Eigenheit, auch mal gerne in die Wohnung zu pinkeln. Sollte dies passieren und man erwischt ihn im richtigen Moment, empfehlen wir ihn danach kurz raus (vor die Tür) zu tun, bzw. dahin wo er hinmachen sollte. Man muss in allen was man tut beachten, sollte der Hund etwas machen was Herrchen/Frauchen nicht gefällt, dann sollte man innerhalb von ca. 5sek. tätig werden, denn nur in der kurzen Zeit merken sich Hunde was sie falsch gemacht haben. Also sollte man einen Fleck im Teppich später entdeckt haben oder ein Gegenstand wurde zerrissen oder zerstört, weiß der Hund garnicht mehr unbedingt das er das gewesen ist, bzw. er würde die Strafe nicht darauf beziehen.
Alaskan Malamute Erfahrung und Erziehung

Erfahrungen
Ein Welpe sollte gut sozialisiert sein, egal was für eine Rasse es ist oder was man mit dem Hund machen möchte. Dazu gehört das Verhalten, Menschen und anderen Hunden gegenüber. Das Verhalten im Alltag (Auto, Bus, Bahn, Flugzeug ect.) und das Verhalten Herrchen und Frauchen gegenüber. In erster Linie empfiehlt es sich eine Welpenspielstunde aufzusuchen.
Um den Hund an alltägliche Dinge zu gewöhnen, wie z.B. Verkehr auf der Straße, viele Menschen und Hunde in der Stadt oder das quietschen der Räder von Zügen, sollte man während der Prägephase (= ca. bis zur 16. Woche) viel mit dem Hund unternehmen, wie z.B. mal über eine Autobahnbrücke laufen, durch einen Bahnhof oder mal über den überfüllten Stadtmarkt gehen. Sicherlich sind dies Erfahrungen die dem Hund nicht gefallen werden, doch wenn er später älter ist macht es dem Hund in solchen Situationen kaum Stress und er verhält sich ruhig. So lange dem Hund dabei nichts passiert.
Dazu gehört natürlich auch das Bewegen in alltäglichen Fällen, wie z.B. Fahrstuhl fahren, laufen über Gitter, fahren mit dem Auto, Zug und Bus, essen in Gaststätten (z.B. das der Hund unter dem Tisch liegt).

Außerdem sollte der Hund in der Prägephase schon an verschiedene Arten von Körperkontakt gewöhnt werden. Vom einfachen anfassen am Kopf, über Ohren, weiter zu den Pfoten und Bauch, bis zum tragen vom Maulkorb (für Bus und Bahn) oder das Kämmen/Bürsten über das Fell des Hundes oder Kontakt mit dem Wasser zum Baden. Nicht zu vernachlässigen, dass laufen an der Leine (Halsband, Geschirr ect.).

Diese Sätze hier sind auch nur ein paar Anregungen, denn jeder sollte vom Gefühl her selbst entscheiden was für sich und seinen Hund das Beste ist.

Copyright by Marcel Trinkler 2005 bis 2018 - 99444 Blankenhain/Thüringen
www.winterhunde.de - cooperation partner FireWalker Alaskan Malamute in Alaska